
Alle reden über die Nutzung von KI
Ein Agent wird nicht besser, weil man ihn häufiger nutzt – sondern weil man ihn pflegt. Über die zwei Gewohnheiten, die aus einem KI-Assistenten einen echten Sparringspartner machen.
Wissen schlägt Formulierung. Wir sind mit der Vorstellung gestartet, dass ein Agent vor allem gute Anweisungen braucht. Tatsächlich hängt fast alles an dem, was er weiß. Wenn ein Ergebnis daneben liegt, ist die Ursache in den allermeisten Fällen eine Lücke in der Wissensbasis und nicht eine ungeschickte Formulierung. Das hat unsere Arbeitsweise umgedreht: Wir schreiben heute Wissen auf, wo wir früher Anweisungen verfeinert hätten.
Ein Agent ist kein Werkzeug, sondern ein Bestand. Er wird nicht besser, weil man ihn öfter benutzt. Er wird besser, weil jemand ihn pflegt. Das ist eine unspektakuläre Erkenntnis mit erheblichen Folgen für die Planung: Der Aufwand hört nach dem Aufbau nicht auf, er verlagert sich nur.
Die Freigabe bleibt beim Menschen. Wir haben diesen Punkt nie in Frage gestellt und würden es auch heute nicht. Er wirkt wie eine Bremse und ist das Gegenteil: Wer weiß, dass am Ende jemand draufschaut, kann den Agenten früher und mutiger einsetzen.
Das Tempo des Teams. Wir haben damit gerechnet, dass die Technik der Engpass wird. Es war die Aufnahmefähigkeit. Ein Agent kann in einer Stunde mehr produzieren, als ein Mensch an einem Tag beurteilen kann. Wer das nicht einplant, baut Druck auf, den niemand bestellt hat.
Die stille Verdrängung. Nicht alle im Team steigen im selben Tempo ein, und die, die zögern, sagen das selten laut. Wir haben eine Weile gebraucht, um zu merken, dass Zurückhaltung kein Desinteresse ist, sondern meistens eine unbeantwortete Frage.
Den Nullpunkt. Wir haben nicht gemessen, wie lange die Dinge vorher gedauert haben. Damit fehlt uns bis heute der saubere Vergleich für die erste Phase. Es ist die einzige Messung, die sich nicht nachholen lässt. Und der Fehler, den wir am häufigsten weitergeben, damit ihn niemand wiederholt.
Der nächste Schritt ist keine bessere Version desselben. In der Softwareentwicklung der AIC Group erproben wir derzeit, wie mehrere Agenten in der Softwareentwicklung zusammenarbeiten. Nicht drei, die sich Aufgaben zuwerfen, sondern ein System mit mehreren Ebenen: Agenten, die fachliche Anforderungen in Stories übersetzen, umsetzen und testen. Darüber eine Orchestrierung, die die Arbeit verteilt. Daneben Instanzen, die unabhängig prüfen, ob unsere Standards eingehalten werden. Wird an mehreren Aufgaben parallel gearbeitet, laufen einzelne Rollen mehrfach, jede auf Basis derselben Rollenbeschreibung.
Der Mensch bleibt an zwei Stellen fest eingebaut: bei der fachlichen Anforderung und bei der Kontrolle, bevor etwas weiterläuft.
Wir sagen bewusst „wir erproben“. Das läuft intern, es ist kein Angebot und keine fertige Praxis. Was sich nach den ersten Wochen aber deutlich zeigt: Bugfixes und neue Features entstehen in einem Tempo, das wir vorher nicht erreicht haben. Und anders als erwartet geht das nicht auf Kosten der Qualität. Der Code ist konsistenter geworden, nicht hastiger.
Belastbare Zahlen haben wir dazu noch nicht. Womit wir wieder beim letzten Artikel wären.
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*Artikel sind teilweise mit der KI erstellt.